2003

"Walt Disney Studios" in Paris

Ein Bericht von Andreas Walter

Der zweite und daher jüngere Park in Paris sind die "Walt Disney Studios".

Wer allerdings die "MGM-Studios" aus dem "Walt Disney World Resort Orlando" kennt,
wird hier leider in großen Teilen schwer enttäuscht sein.
Zum einen fehlen hier die typische Elemente einer "Freiluft"-Kulisse, wie einer "Main Street", einem "Hollywood Boulevard" oder einer "New York"-Kulisse.

ORLANDO

PARIS

Einen Hauch davon erlebt man nur im sogenannten "Studio 1", welches man direkt am Eingang betritt.
Eine Nachtatmosphäre mit Neon-Lichtern ersetzt aber leider nicht eine wirkliche Strassenkulisse.
Auch die Gestaltung der einzelnen bekannten Attraktionen aus den "MGM-Studios" kann nicht wirklich überzeugen.
Als Beispiel wäre hier der "Rock ´n´ Roller Coaster starring Aerosmith" zu nennen.
Ist die Gestaltung des Originals in Orlando noch sehr originell ausgefallen, erinnert die Gestaltung
In Paris eher an "Laubsägearbeiten".

Beginnen wir aber mit dem Rundgang:
Von der Plaza nach dem dem "Studio 1" führt der Weg zunächst zum "Animation Courtyard" zum Thema Zeichentrickanimation.

In "Animagique" im Studio 3 handelt es sich um eine Show, die mit ihrer Mischung bekannter Disney-Charaktere und unter Einsatz fluoreszierender Kostüme und Schwarzlichts den Zuschauer in eine Traumwelt entführt.

Ein paar Meter weiter findet man die "Flying Carpets over Agrabah".
Ein Rundfahrgeschäft, welches wohl eher für die Kiddies gedacht ist.
Hier gibt es das "Fast Pass"-System, welches hier aber sicher nicht so ganz ernstgemeint ist.

Bei "The Art of Disney Animation" kann man einen Blick hinter die Kulissen des Trickfilms werfen.

Die Disney Cinema Parade: Im Vergleich zu den gigantischen Festwagen der täglichen Parade in der Main Street des Disneyland Park wirkt diese zwar ziemlich bescheiden, doch die Parade selbst bietet ein etwas anderes Konzept. Mehrfach werden kleine Stops eingelegt, bei denen die kleinen Besucher zu Mitmachaktionen durch die Charaktere aus den zahlreichen Disney Filmabenteuern eingeladen werden.

Der nächste Weg führt zum "Production Courtyard" und somit zur "Studio Tram Tour".
Hat der Besucher in einem der Züge Platz genommen, wird er an diversen Exponaten aus Filmproduktionen vorbeigefahren, um dann sich plötzlich im "Catastrophe Canyon" wiederfindet,
wo bei Erdbeben und Gewitter ein Tanklaster in Flammen aufgeht.
Nach der Ausfahrt aus dem Canyon führt die Fahrt noch durch das verwüstete Stadtbild Londons aus dem Film "Reign of Fire".
Sehr positiv anzumerken ist, dass man während der Tour in vielen Landesprachen die entsprechenden Informationen erhält.
Die deutsche Fassung wird von Nastassja Kinski moderiert.

In der Show "Cinemagique", gerät ein ungeschickter Zuschauer auf die Leinwand und erlebt 100 Jahre Kinogeschichte.
Das Besondere ist, dass es ein Zusammenspiel zwischen Leinwand und der Bühne gibt.

Bei der "Television Production Tour" kann man einen Einblick vom Produktionsprozess in einem TV-Studio bekommen.

Im Showgebäude von "Armageddon" befindet sich ein Katastrophensimulator in Form der Raumstation MIR.
Hier erlebt man die Auswirkungen eines Asteroidenschauers.
Für einen Simulator wirklich recht nett gemacht.
Die einzige grosse und spektkuläre Fahrattraktion ist der "Rock ´n´ Roller Coaster starring Aerosmith". Die Storyline ist perfekt und im Inneren findet man eine LSM-angetriebene Achterbahn.

ORLANDO

PARIS

Die wirkliche Hauptattraktion und somit absolut sehenswert ist die "Moteurs...Action!" - Stunt Show.
In den Kulissen eines typisch französisch mediteranen Marktplatzes gibt es hier Stunts mit Autos und Motorrädern.

FAZIT:

Die Walt Disney Studios bieten leider nur wenige Attraktionen.
Somit lohnt sich der Besuch des Parks alleine momentan noch weniger.
In Verbindung mit dem Disneyland Park ergibt sich aber ein ideales Ziel für einen dreitägigen Aufenthalt.