gamescom 2026 – Zwischen großen Namen, überraschenden Entdeckungen und echten Highlights
- Turbo-Media
- vor 14 Stunden
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Die gamescom 2026 hat einmal mehr eindrucksvoll bewiesen, warum sie das wichtigste Gaming-Event Europas ist. Vom 26. bis 30. August verwandelte sich Köln in das Zentrum der internationalen Spielewelt, flankiert von der Opening Night Live am 25. August. Mit 1.743 Ausstellern und rund 368.000 Besucherinnen und Besuchern näherte sich die Messe sogar ihrem bisherigen Besucherrekord von 2019. Dabei war die diesjährige Veranstaltung nicht nur eine Ansammlung großer Marken und spektakulärer Messestände, sondern vor allem eine interessante Mischung aus Blockbustern, Remakes, neuen IPs und vielversprechenden Indie-Spielen.
Eines der größten Gesprächsthemen war zweifellos The Witcher 3: Wild Hunt. CD PROJEKT RED überraschte mit der Ankündigung des Remasters sowie dem DLC „Songs of the Past“, der die Brücke zum kommenden The Witcher 4 schlagen soll. Damit gelang es ausgerechnet einem bereits bekannten Spiel, erneut einen der größten Momente der Messe zu erzeugen. Dass die Community den Trailer beziehungsweise die Ankündigung anschließend zum Best Trailer / Announcement der gamescom wählte, war daher wenig überraschend. Auch der Witcher-Stand selbst überzeugte die Jury und wurde als Best Booth ausgezeichnet.
Auch Onimusha: Way of the Sword gehörte zu den großen Gewinnern der Messe. Capcom präsentierte ein Actionspiel, das deutlich mehr als nostalgischen Fanservice bieten möchte. Das schnelle Kampfsystem und die Inszenierung konnten die Jury überzeugen: Onimusha gewann sowohl den Award für Best Gameplay als auch für das Best Sony PlayStation Game. Damit gehört der Titel zu den Spielen, die von der gamescom nicht nur wegen ihres Namens, sondern vor allem wegen ihrer spielerischen Qualitäten ausgezeichnet wurden.
Ein weiterer Höhepunkt war METRO 2039, das vor allem visuell einen starken Eindruck hinterließ. Das Spiel von 4A Games und Deep Silver erhielt den Award für Best Visuals und war mit insgesamt fünf Nominierungen bereits vor der Preisverleihung einer der meistbeachteten Titel. Gerade die düstere Atmosphäre und die Darstellung der zerstörten Welt machten deutlich, dass die Metro-Reihe auch technisch eine neue Generation erreichen möchte. Dass der Titel außerdem in weiteren Kategorien nominiert war, unterstreicht seinen starken Auftritt auf der Messe.
Überraschend stark präsentierte sich auch SEGA. Gleich drei Awards gingen an den Publisher: Alien: Isolation 2 gewann Best Audio, Total War: WARHAMMER 40,000 wurde zum Best PC Game gekürt und SEGA selbst erhielt für sein vielseitiges Spieleangebot den Jury-Preis für das Best Lineup. Gerade Total War: WARHAMMER 40,000 erwies sich damit als einer der wichtigsten PC-Titel der diesjährigen Messe. SEGA war insgesamt mit acht Nominierungen besonders breit vertreten – und konnte diese starke Ausgangslage in mehrere Trophäen umwandeln.
Bei den Plattform-Awards gab es ebenfalls einige interessante Entscheidungen. Forza Horizon 6 wurde zum Best Microsoft Xbox Game gewählt, während Rayman Legends Retold den Award für das Best Nintendo Switch 2 Game gewann. Auf Mobile setzte sich Where Winds Meet als Best Mobile Game durch. Besonders Rayman zeigt dabei, dass nicht ausschließlich die technisch spektakulärsten AAA-Produktionen überzeugen mussten: Die Mischung aus Nostalgie und moderner Umsetzung traf offenbar genau den Geschmack der Community und Jury.
Die gamescom 2026 hatte allerdings auch abseits der großen Publisher einiges zu bieten. Tides of Annihilation wurde als Most Epic ausgezeichnet, während das charmante Wanderburg den Preis für Most Entertaining erhielt. Finding Polka gewann den Award für Most Wholesome, und SOKO 1977: Anti-Terror Task Force wurde in der Kategorie Games for Impact ausgezeichnet. Diese Preise zeigen sehr schön, dass die gamescom nicht ausschließlich auf Grafikpower und große Franchises reduziert werden kann. Gerade kleinere und ungewöhnlichere Projekte sorgten für einige der interessantesten Entdeckungen.
Auch die Opening Night Live hatte reichlich Material für Diskussionen. Neben The Witcher 3 sorgten unter anderem Final Fantasy VII: Revelation, Gears of War: E-Day, Metro 2039, Control: Resonant, Rainbow Six: Tactics und das Remake von Heroes of Might and Magic III für Aufmerksamkeit. Besonders interessant war dabei die Mischung aus Fortsetzungen etablierter Reihen und neuen Konzepten. Die Show machte deutlich, dass 2026 und die kommenden Jahre trotz schwieriger Rahmenbedingungen keineswegs an großen Spielen sparen werden.
Ein besonders erfreulicher Aspekt war zudem die stärkere Sichtbarkeit von Gaming als Kultur- und Gesellschaftsthema. Der HEART OF GAMING Award ging in diesem Jahr an Games Done Quick (GDQ). Das Charity-Speedrun-Event hat in der Vergangenheit bereits mehr als 50 Millionen US-Dollar für wohltätige Zwecke gesammelt und fand im Rahmen der gamescom erstmals als „gamescom GDQ“ in Europa statt. Die Einnahmen der Veranstaltung flossen dabei an Gaming for Democracy. Damit setzte die gamescom ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Spielebranche nicht nur aus Verkaufszahlen, Hardware und Blockbustern besteht.
Mein persönliches Fazit fällt deshalb ausgesprochen positiv aus: Die gamescom 2026 war weniger eine Messe mit einem einzigen überragenden „Killer-Game“, sondern vielmehr ein starkes Gesamtpaket. The Witcher 3, Onimusha: Way of the Sword, Metro 2039 und Total War: WARHAMMER 40,000 lieferten die großen Gesprächsthemen, während kleinere Titel wie Wanderburg, Finding Polka und SOKO 1977 bewiesen, wie vielfältig die Branche inzwischen geworden ist. Die Award-Verteilung bestätigt diesen Eindruck: CD PROJEKT RED und SEGA holten jeweils drei Trophäen, Capcom und Ubisoft jeweils zwei. Wer 2026 in Köln unterwegs war, bekam deshalb nicht nur eine Show der größten Publisher geboten, sondern einen ziemlich guten Ausblick darauf, wohin sich Gaming in den nächsten Jahren entwickeln könnte – und genau das macht eine gute gamescom aus.






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